Was ändert sich für Schwellenländeranleihen nach der Wahl, was nicht?

Fixed Income Boutique
Artikel 13 Minuten

Kurz und bündig

  • Niedrigere Finanzierungskosten: Die Finanzierungskosten sinken derzeit für viele Emittenten in Schwellenländern, was ihrer Schuldentragfähigkeit, der Ertragslage und dem Wirtschaftswachstum zu Gute kommt.
  • Rückflüsse in die Anlageklasse: Weltweit tiefere Zinsen dürften die Zuflüsse in Schwellenländeranleihen wieder ankurbeln, was wiederum engere Spreads und eine höhere Nachfrage mit sich bringt.
  • Gewinner und Verlierer: Nicht allen Schwellenländern wird es während der Präsidentschaft Donald Trumps gleich ergehen. Welche Märkte werden unserer Meinung nach profitieren und welche nicht?

 

Was sich durch Trumps Präsidentschaft für Schwellenländeranleihen ändert und was bleibt

Die Finanzmärkte haben relativ unspektakulär und vorhersehbar auf Trumps Sieg reagiert. Dass die Reaktion der Finanzmärkte nicht allzu dramatisch ausfiel, liegt daran, dass der Wahlausgang nicht sonderlich überraschend war. Nachdem die Anleger bereits im Oktober eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Präsidentschaft Trumps eingepreist hatten, waren die Entwicklungen nach der Wahl lediglich eine Fortsetzung dessen, was bereits seit mehr als einem Monat vorweggenommen worden war: ein stärkerer US-Dollar, höhere Renditen für US-Staatsanleihen, höhere Kurse für US-Aktien und niedrigere Renditeaufschläge, auch in den Schwellenländern.

Der designierte Präsident Trump hat im Laufe seines Wahlkampfes zahlreiche Versprechen abgegeben, und die Märkte rechnen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einige davon bis zu einem gewissen Grad eingehalten werden. Konzentrieren wir uns auf die drei aus ökonomischer Sicht folgenreichsten Versprechen.

  • Erstens versprach Trump Steuersenkungen, darunter eine Senkung der Körperschaftssteuer auf 15% (derzeit 21%). Steuersenkungen dürften die Rentabilität der Unternehmen erhöhen, was die Aktienkurse ansteigen ließ. Ferner dürften diese Steuersenkungen der Konjunktur Auftrieb verleihen, vor allem dann, wenn die versprochenen Einkommensteuersenkungen letztlich einem breiten Teil der Bevölkerung zugutekommen. Allerdings werden Steuersenkungen auch höhere Haushaltsdefizite zur Folge haben, da es unwahrscheinlich erscheint, dass sie durch Mehreinnahmen aus Importzöllen vollständig kompensiert werden können. Größere Haushaltsdefizite und ein potenziell schnelleres Wachstum sind gute Gründe für höhere Renditen auf US-Staatsanleihen, aber das ist nur das erste Puzzlestück.
  • Zweitens höhere Zölle für China und möglicherweise auch für den Rest der Welt. Angesichts des parteiübergreifenden Konsenses gegen China (Biden erhöhte unter anderem die Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge und Solarmodule) halten wir höhere Zölle auf Importe aus China für äußerst wahrscheinlich. Auch mit der Androhung von Zöllen gegen andere Länder ist zu rechnen. Pauschale Zölle gegen den Rest der Welt erscheinen jedoch weniger wahrscheinlich, auch wenn dies zu Trumps Wahlversprechen gehörte. Höhere Zölle werden in jedem Fall die Kosten importierter Waren für die US-Verbraucher steigen lassen und es der US-Notenbank Fed etwas erschweren, die Inflation wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel zurückzuführen.
  • Drittens eine geringere Nettomigration. Trump machte viele Versprechungen zur Einwanderung, die allesamt dazu führen würden, dass weniger Migranten in die USA kämen. Im Extremfall könnten Millionen illegaler Einwanderer in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden. Wir wissen nicht, wie streng diese Migrationspolitik durchgesetzt wird. Realistisch ist jedoch, mit einer geringeren Nettomigration zu rechnen. Dies dürfte zu einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt, langsameren Stellenzuwächsen sowie einem etwas höheren Lohnwachstum führen und, unter ansonsten gleichbleibenden Bedingungen, die Aufgabe der Fed außerdem etwas erschweren.

Der Lockerungszyklus der Fed wird fortgesetzt, der Schlusszinssatz könnte am Ende jedoch höher ausfallen als angenommen. Ende September rechneten die Anleihenmärkte mit 7,5 Zinssenkungen bis Dezember 2025, was den Leitzins der Fed unter drei Prozent gebracht hätte. Im Oktober wurden mehrere Zinssenkungen ausgepreist, da ein Sieg Trumps wahrscheinlicher erschien. Wenige Tage nach Trumps Wahl preisen die Märkte nun etwas mehr als drei Zinssenkungen bis Dezember 2025 ein, was den Leitzins auf 3,75% senken würde. Ausmaß und Tempo der Zinssenkungen dürften sich mit Trumps Wahl geändert haben. Da jedoch die Inflationsrate von 9% im Juni 2022 auf 2,4% im September 2024 gesunken ist, ist es für die Fed trotz der Unsicherheiten über die inflationäre Wirkung von Trumps Politik sinnvoll, ihren Lockerungszyklus fortzusetzen. Während Zölle unmittelbarere Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben könnten, dürften sich die Auswirkungen von Steuersenkungen und die Migrationspolitik bei der Inflation wahrscheinlich erst mit erheblicher Verzögerung bemerkbar machen. Daher tendieren wir eher dazu, dass die Fed die Zinsen stärker senkt, als der Markt derzeit einpreist, allerdings nicht so stark, wie an den Märkten noch im September erwartet.

Was wird sich für Schwellenländeranleihen ändern und was bleibt gleich?

Die US-Wirtschaftspolitik wird zweifellos globale Auswirkungen haben, und wir müssen mit einer höheren Volatilität als während der Präsidentschaft von Biden rechnen, doch die aktuellen Wirtschaftstrends dürften noch eine Weile Bestand haben. Die meisten Zentralbanken weltweit werden ihre Zinssenkungen voraussichtlich fortsetzen. Einige dieser Zentralbanken könnten sich im Jahr 2025 von einem vorsichtigeren Ansatz der Fed beeinflussen lassen. Ihre Entscheidungen werden jedoch hauptsächlich von der Inflations- und Wirtschaftsentwicklung in ihren jeweiligen Ländern abhängen.

Die Schwellenmärkte dürften von diesem globalen Lockerungszyklus vor allem in zweierlei Hinsicht profitieren:

1.    Zum einen durch niedrigere Finanzierungskosten und zum anderen durch die Rückkehr von Mittelzuflüssen in diese Anlageklasse

Niedrigere Finanzierungskosten verringern die Risiken von Schwellenländeranleihen, verbessern die Nachhaltigkeit und steigern Rentabilität und Wachstum. Dieser erste Treiber ist unserer Meinung nach der offensichtlichste und wahrscheinlichste.

2024-11-28_what-changes-what doesnt-in-em-fixed-income-post-election_chart1_de.jpg


Bei den Auslandsschulden, werden Hartwährungsanleihen der Schwellenländer auf Grundlage der risikofreien Referenzzinssätze ihrer Nennwährung bewertet (zum Beispiel anhand von US-Staatsanleihen für USD-Anleihen und Bundesanleihen für EUR-Anleihen). Als Kompensation für das zusätzliche Risiko wird abgesehen von dieser risikofreien Referenzkurve ein Renditeaufschlag angeboten. Wenn also die Fed die Zinsen senkt und die Renditen auf US-Staatsanleihen zurückgehen, verringern sich damit auch die Finanzierungskosten für die Emittenten der Schwellenländer proportional. Und im Falle von Emittenten von Hochzinsanleihen aus Schwellenländern sinken die Finanzierungskosten generell noch weiter, da auch die Renditeaufschläge in dieser Situation für diese Titel tendenziell kleiner werden. Dies liegt daran, dass viele Emittenten bei einem sehr hohen Zinsniveau Zugang zu den Märkten verlieren können. Dergleichen war bei vielen Hochzinsemittenten aus Schwellenländern im Jahr 2022 und im ersten Halbjahr 2023 der Fall. Sobald der Marktzugang wiederhergestellt ist (und das ist mittlerweile für die meisten Emittenten hochverzinslicher Schwellenländeranleihen der Fall), verringern sich die Refinanzierungsrisiken erheblich, die Anleger haben keine Angst mehr vor hohen Ausfallraten und es kommt zu niedrigeren Renditeaufschlägen. 

Grafik 1 oben zeigt, dass die Anleihen der Schwellenländer dem Ausverkauf der US-Staatsanleihen im letzten Monat die Stirn geboten haben. Die Einengung der Renditeaufschläge hat die höheren Renditen für US-Staatsanleihen kompensiert, insbesondere im risikoreichsten Marktsegment (im Diagramm durch die Renditen von Anleihen mit B-Rating dargestellt). Während sich die Renditen für US-Staatsanleihen im letzten Jahr seitwärts bewegten (bei 5-Jahres-Renditen ca. 4%), zeigten die Renditen für Schwellenländer im gleichen Zeitraum einen klaren Abwärtstrend, der auf die Wiedererlangung des Marktzugangs für Hochzinsemittenten zurückzuführen war.

2024-11-28_what-changes-what doesnt-in-em-fixed-income-post-election_chart2_de.jpg


Trend der Bonitätshochstufung in Schwellenländern: Nach Jahren der Herabstufung beobachten wir nun eine Welle der Bonitätshochstufungen in allen Regionen. Dies ist auf die Umsetzung einer strengeren orthodoxen Wirtschaftspolitik in vielen Ländern zurückzuführen, wobei in diesem Zusammenhang Argentinien, die Türkei, Nigeria und Pakistan besonders hervorzuheben sind. Dieser positive Kreislauf (niedrigere Finanzierungskosten und bessere Politik) hat zu einer beachtlichen Anzahl von Hochstufungen durch die Ratingagenturen geführt, und zwar sowohl für Staatsanleihen als auch für Unternehmenstitel aus den Schwellenländern, was wohl den stärksten positiven Aufwärtstrend seit fast einem Jahrzehnt darstellt (Grafik 2). Diese Elemente erklären zu einem guten Teil die deutliche Outperformance von Hochzinsanleihen der Schwellenländer gegenüber ihren Investment-Grade-Pendants in der Region während eines Großteils der vergangenen zwei Jahre (Grafik 3 unten, umgerechnet auf 100 im Juli 2022). Unabhängig davon, ob es der Fed gelingt, ihren Leitzins bis Ende 2025 dreimal oder achtmal zu senken, dürften die Emittenten aus den Schwellenländern in der Lage sein, ihre Fälligkeiten zu erschwinglicheren Zinssätzen zu refinanzieren – insbesondere in Anbetracht der vergleichsweise unerschwinglichen Zinssätze der letzten beiden Jahre – und diesen recht positiven Zyklus fortzusetzen.

2024-11-28_what-changes-what doesnt-in-em-fixed-income-post-election_chart3_de.jpg


Schwellenländeranleihen in Lokalwährung haben einen direkteren Bezug zu den von ihren jeweiligen Zentralbanken festgelegten Zinssätzen, werden aber auch von den globalen Zinssätzen beeinflusst. Einige Zentralbanken der Schwellenländer haben bereits vor zwei Jahren mit Zinssenkungen begonnen. Danach legten jedoch einige von ihnen eine Pause ein oder sie sind 2024 etwas vorsichtiger geworden. Nachdem die Fed die Zinsen gesenkt hat, haben mehrere Zentralbanken der Schwellenländer ihren Lockerungszyklus wieder aufgenommen. Dies wird die Kurse von Schwellenländeranleihen in Lokalwährung nach oben treiben und die inländischen Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen senken.

Niedrigere Finanzierungskosten erleichtern nicht nur die Verlängerung von Fälligkeiten und haben den offensichtlichen Effekt, die Tragfähigkeit der Schulden zu verbessern. Sie verbessern auch die Rentabilität von Unternehmen in den Schwellenländern, insbesondere derjenigen mit hohem Fremdkapitalanteil. Ferner haben sie zur Folge, dass mehr Investitionsprojekte wirtschaftlich tragfähig sind und realisiert werden. Bei Durchführbarkeitsstudien kann es einen Unterschied machen, ob ein Projekt mit Finanzierungskosten von z. B. 12% oder 8% in US-Dollar weiterverfolgt wird oder gar nicht erst zustande kommt. Folglich werden diese Anreize auch zu stärkerem Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern führen.

2.    Der zweite Treiber ist die Rückkehr der Mittelzuflüsse in Schwellenländeranleihen.

Die hohen risikofreien Zinssätze führten in den letzten drei Jahren dazu, dass sich das Interesse der Anleger an den Schwellenländern im Zaum hielt, nachdem die weltweit hohe Inflation im Jahr 2022 zur Folge hatte, dass die Zentralbanken in aller Welt die Zinssätze auf ein Niveau anhoben, das in den Industrieländern seit Jahrzehnten nicht mehr vorherrschte. Angesichts des hohen Niveaus der risikofreien Zinssätze in Industrieländern hatten die Anleger nicht gerade das Bedürfnis, zusätzliche Risiken einzugehen, indem sie Kapital in den Schwellenländern investierten. Wie aus der nachstehenden Grafik hervorgeht, mussten Schwellenländer-Anleihefonds in den letzten zweieinhalb Jahren beispiellose Abflüsse hinnehmen. In den ersten drei Wochen nach der ersten Zinssenkung der Fed gab es einige Zuflüsse in diese Anlageklasse. Angesichts der Unsicherheit rund um die Wahlen verzeichnete die Anlageklasse aber erneut Abflüsse. Es gibt einige Anzeichen für Zuflüsse in ETFs direkt nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses, aber die Anlageklasse bleibt bei den meisten Vermögensverwaltern verhältnismäßig unterrepräsentiert.

2024-11-28_what-changes-what doesnt-in-em-fixed-income-post-election_chart4_de.jpg


Die risikofreien Zinssätze sind weltweit nach wie vor hoch, aber unserer Meinung nach dürfte sich das bald ändern. Wir gehen davon aus, dass die Fed, die EZB und andere Zentralbanken der Industrieländer (mit Ausnahme Japans) in den nächsten zwölf Monaten die Zinssätze weiter senken werden. Mit anderen Worten: Dies ist erst der Anfang vom Ende der hohen Leitzinsen, da sich die Inflationsraten weiter in Richtung der Inflationsziele normalisieren. Das Tempo der Zinsnormalisierung mag unter Trumps expansiver Finanzpolitik, seinen Zöllen und einer restriktiveren Migrationspolitik etwas langsamer verlaufen, doch sie wird sich dennoch fortsetzen.

Dies wird dazu führen, dass die erwarteten ex-ante-Renditen für Investoren, die in risikoarme Zinssätze und Einlagen sowie in Anleihen der Industrieländer von hoher Bonität investieren, erheblich sinken werden. Viele Kapitalanleger, insbesondere Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften, müssen ihren Kunden einen Mindestsatz an erwarteter ex-ante-Rendite bieten und werden einen größeren Anteil ihrer Portfolios in besser verzinste Instrumente investieren müssen, um die erwartete Mindestrendite zu erzielen. Eine Erhöhung ihrer Allokation in Schwellenländeranleihen ist angesichts der deutlich höheren Renditeaufschläge und Renditen in den Schwellenländern eine einfache Möglichkeit, dies zu erreichen. Wir gehen daher davon aus, dass die Zuflüsse in Schwellenländeranleihen in der nächsten Zeit wieder markant zunehmen werden. Dies dürfte die Renditeaufschläge in den Schwellenländern technisch erheblich stützen und verhindern, dass sie sich deutlich ausweiten, selbst wenn sich einige globale Risiken bewahrheiten sollten. Darüber hinaus erwarten wir robuste Zuflüsse in aktive Strategien, da diese heterogene, ineffiziente und derzeit etwas aus der Spur geratene Anlageklasse die Möglichkeit bietet, über die Benchmark-Renditen hinaus Erträge zu generieren.

Ein stärkerer US-Dollar ist negativ für die Stimmung in den Schwellenländern. Der US-Dollar erholte sich seit Ende September um ca. fünf Prozent gegenüber den maßgeblichen Währungen (gemessen am DXY Index), wenngleich er von seinen Höchstständen im April 2024 noch weit entfernt ist. Höhere erwartete US-Zinssätze haben ihm Auftrieb gegeben, allerdings muss dies noch nicht der Beginn eines Aufwärtstrends sein. Es wird weiterhin erwartet, dass sich die US-Wirtschaft auch 2025 abschwächt, und während Steuersenkungen und Deregulierung die Stimmung anheizen könnten, werden Handelskriege und Einwanderungsbeschränkungen in die entgegengesetzte Richtung wirken. Wir sind der Ansicht, dass ein Harris-Sieg die Stimmung in den Schwellenländern durch einen schwächeren US-Dollar positiver beeinflusst hätte, allerdings gleicht eine stärkere Risikobereitschaft den nun stärkeren US-Dollar aus, zumindest für Emerging Market Debt in Hartwährung. Schwellenländerwährungen haben in den vergangenen sechs Wochen umgerechnet in US-Dollar nachgegeben, was jedoch auch für die meisten anderen wichtigen Währungen gilt. In Euro umgerechnet haben sich die Lokalwährungen deutlich besser entwickelt.

Der „Risk-on“-Modus ist sehr positiv für Schwellenländeranleihen. Viele Anleger hatten das Risiko vor der Wahl reduziert und scheinen ihr Kapital nun wieder in Risiko tragende Anlagen umzuschichten, wie die anhaltende Erholung am Aktienmarkt und die Einengung der Renditeaufschläge sowohl in Industrie- als auch Schwellenländern zeigen. Das Versprechen von Steuersenkungen und Deregulierung scheint im Moment die Risiken von Handelskriegen zu überwiegen. Genau wie in den Industrieländern sind die Renditeaufschläge in den Schwellenländern enger als im historischen Durchschnitt, aber im Vergleich zu den historisch hohen Aktienbewertungen erscheinen sie nicht allzu überzogen. Diese relative Bewertungssicht dürfte auch dazu beitragen, dass Mittelzuflüsse in Schwellenländeranleihen wieder anziehen werden.

Trumps Wahlsieg wird in allen Schwellenländern zu Gewinnern und Verlierern führen. Wir gehen davon aus, dass das Versprechen höherer Zölle gegenüber China eingelöst wird, weshalb es kaum einen Zweifel daran gibt, dass China zu den Verlierern dieser Wahl gehören dürfte. Andere asiatische Volkswirtschaften könnten aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verflechtung mit China ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Ebenso dürfte die Volatilität mexikanischer Vermögenswerte zunehmen, da wir davon ausgehen, dass das Handelsabkommen USMCA vor seinem Auslaufen im Jahr 2026 auf den Prüfstand gestellt wird. Auf der positiven Seite des Spektrums sind wir der Ansicht, dass lateinamerikanische Länder mit rechtsgerichteten Führern tendenziell von einer Trump-Präsidentschaft profitieren werden. Argentiniens Präsident Milei wird noch diese Woche in die USA reisen, um sich mit Trump und Elon Musk zu treffen. Denkbar ist, dass die USA Wege finden werden, Argentinien finanziell zu unterstützen. Auch andere Länder wie Ecuador und El Salvador könnten auf ähnliche Weise profitieren. Im Falle Brasiliens glauben wir nicht, dass das Land viel gewinnen oder verlieren wird, auch wenn es einen linksgerichteten Präsidenten hat. Brasilien ist eine große geschlossene Volkswirtschaft, die weniger empfindlich auf den Welthandel reagiert als der Durchschnitt der Schwellenländer, und seine Rohstoffexporte nach China – seinem wichtigsten Handelspartner – scheinen nicht gefährdet zu sein.

 

 

 

 

 

Wichtige Hinweise. Dieses Marketingdokument wurde von einer oder mehreren Gesellschaften der Vontobel-Gruppe (zusammen „Vontobel“) für institutionelle Kunden erstellt.

Dieses Dokument dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten, zur Durchführung von Transaktionen oder zum Abschluss von Rechtsgeschäften gleich welcher Art dar. Die hierin genannten Informationen stellen keine spezifische Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung für irgendeine Person dar. Vontobel hat keine Rücksicht auf die Anlageziele, die finanzielle Situation oder die besonderen Bedürfnisse einer bestimmten Person oder Personengruppe genommen

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle oder zukünftige Wertentwicklung. Die Rendite kann sowohl steigen als auch fallen, z. B. aufgrund von Wechselkursänderungen zwischen Währungen. Der Wert der investierten Gelder kann steigen oder fallen, und es gibt keine Garantie dafür, dass Ihr angelegtes Kapital ganz oder teilweise zurückgezahlt werden kann.

Sämtliche Prognosen oder zukunftsgerichteten Aussagen über künftige Ereignisse oder die finanzielle Leistungsfähigkeit von Ländern, Märkten und/oder Investitionen beruhen auf zahlreichen Schätzungen und Annahmen. Es kann nicht garantiert werden, dass sich die Annahmen, die im Zusammenhang mit den Prognosen gemacht wurden, als richtig erweisen, und tatsächliche Ergebnisse können erheblich abweichen. Die Aufnahme von Prognosen ist nicht als Hinweis darauf zu verstehen, dass Vontobel die Prognosen als verlässliche Vorhersage zukünftiger Ereignisse betrachtet, und Prognosen sollten nicht als verlässlich herangezogen werden. Vontobel behält sich das Recht vor, jederzeit und ohne Vorankündigung Änderungen und Korrekturen an den hierin enthaltenen Informationen und Meinungen vorzunehmen.

Die Informationen stammen aus Quellen, die als zuverlässig gelten, J.P. Morgan übernimmt jedoch keine Gewähr für ihre Vollständigkeit oder Richtigkeit. Der Index wird mit Genehmigung verwendet. Der Index darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung von J.P. Morgan nicht kopiert, verwendet oder verbreitet werden. Copyright 2024, J.P. Morgan Chase & Co. Alle Rechte vorbehalten.

„BLOOMBERG®“ und die hierin aufgeführten Bloomberg-Indizes (die „Indizes“) sind Dienstleistungsmarken von Bloomberg Finance L.P. und seinen verbundenen Unternehmen, einschließlich Bloomberg Index Services Limited („BISL“), dem Verwalter der Indizes (zusammen „Bloomberg“), und wurden vom Vertreiber dieses Dokuments (dem „Lizenznehmer“) für die Verwendung zu bestimmten Zwecken lizenziert. Bloomberg ist nicht mit dem Lizenznehmer verbunden, und Bloomberg genehmigt, unterstützt, prüft oder empfiehlt die hier genannten Finanzprodukte (die „Produkte“) nicht. Bloomberg übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit von Daten oder Informationen in Verbindung mit den Produkten.

Dieses Dokument ist nicht das Ergebnis einer Finanzanalyse und daher sind die „Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit de Finanzanalyse“ der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) nicht anwendbar. Vontobel und/oder ihr Verwaltungsrat, ihre Geschäftsleitung und ihre Mitarbeiter haben oder hatten möglicherweise Anteile oder Positionen an bzw. in den betreffenden Wertpapieren bzw. handelten oder fungierten als Market Maker in diesen. Darüber hinaus haben diese Einheiten oder Personen möglicherweise Transaktionen für Kunden mit diesen Instrumenten durchgeführt oder erbringen bzw. erbrachten für betreffende Unternehmen Corporate Finance- oder andere Dienstleistungen.

In den Vereinigten Staaten: Vontobel Asset Management, Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) als Anlageberaterin gemäß dem Investment Advisers Act von 1940 in seiner aktuellen Fassung registriert. Eine solche Registrierung bei der U.S. Securities and Exchange Commission bedeutet nicht, dass ein bestimmtes Maß an Fähigkeiten oder Fachwissen vorhanden ist. Die Beratungsdienstleistungen für die hier beschriebenen Strategien werden über eine Participating Affiliate Struktur zwischen Vontobel Asset Management, Inc. und Vontobel (Hong Kong) Limited angeboten. Sofern zutreffend, können bestimmte Investitionsmitarbeiter als verbundene Personen betrachtet werden und unterliegen daher den SEC-Anforderungen als Teil der Struktur der teilnehmenden verbundenen Unternehmen.

In Kanada: Vontobel ist im Zusammenhang mit unserer Anlage- und Geschäftstätigkeit gemäß den folgenden Bestimmungen tätig: Vontobel Asset Management Inc. beruft sich auf die International Adviser Exemption in den Provinzen Alberta, British Columbia, Saskatchewan, Ontario und Quebec und auf die Investment Fund Manager Exemption in Ontario und Quebec. Die Vontobel Asset Management AG beruft sich auf die Investment Fund Manager Exemption in den Provinzen Ontario und Quebec.

Für US Offshore und LatAm: Die hierin enthaltenen Informationen wurden für institutionelle/professionelle Anleger erstellt und genehmigt und sind nur zur Verwendung in bestimmten Rechtsordnungen zugelassen. Vontobel bietet eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen an, die sich ausschließlich an qualifizierte Anleger aus bestimmten Ländern oder Regionen richten. Das Land, in dem Sie Ihren rechtlichen Wohnsitz haben, bestimmt, welche Produkte oder Dienstleistungen Ihnen zur Verfügung stehen. Die hierin enthaltenen Informationen dürfen nicht als Aufforderung oder Angebot zum Verkauf von Anlageprodukten oder -dienstleistungen an Personen in Ländern erachtet werden, in denen eine solche Aufforderung oder ein solches Angebot gesetzeswidrig oder verboten ist. Ferner sind diese Informationen nicht für die Verwendung in einer Rechtsordnung bestimmt, die Vontobel einer Registrierungs-, Lizenzierungs- oder sonstigen Genehmigungspflicht in einer solchen Rechtsordnung oder einem solchen Land unterwerfen würde. Es liegt in der Verantwortung des Empfängers, sich über die in seiner Rechtsordnung geltenden Vorschriften und Einschränkungen zu informieren und diese zu beachten. Die hierin enthaltenen Informationen sind nicht für Privatanleger und/oder die Verteilung an die breite Öffentlichkeit in irgendeiner Rechtsordnung bestimmt.

Wenngleich Vontobel davon ausgeht, dass die in diesem Dokument enthaltenen Informationen auf zuverlässigen Quellen beruhen, kann Vontobel keine Verantwortung für die Qualität, Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der in diesem Dokument enthaltenen Informationen übernehmen. Außer in den Fällen, in denen es das geltende Urheberrecht erlaubt, darf keine dieser Informationen ohne die ausdrückliche schriftliche Zustimmung von Vontobel in irgendeiner Form vervielfältigt, angepasst, auf bzw. bei Dritte(n) hochgeladen, verlinkt, gerahmt, öffentlich vorgeführt, verteilt oder übertragen werden. Soweit gesetzlich zulässig, haftet Vontobel in keiner Weise für Verluste oder Schäden, die Ihnen durch die Nutzung oder den Zugang zu diesen Informationen oder durch die Nichtbereitstellung dieser Informationen durch Vontobel entstehen. Unsere Haftung für Fahrlässigkeit, Vertragsbruch oder Gesetzesverstöße, die darauf zurückzuführen sind, dass wir diese Informationen oder Teile davon nicht zur Verfügung gestellt haben, oder für Probleme mit diesen Informationen, die nicht rechtmäßig ausgeschlossen werden können, beschränkt sich nach unserer Wahl und im größtmöglichen gesetzlich zulässigen Umfang darauf, Ihnen diese Informationen oder Teile davon erneut zur Verfügung zu stellen oder für die erneute Bereitstellung dieser Informationen oder Teile davon zu bezahlen. Weder dieses Dokument noch eine Kopie davon darf in einem Land verteilt werden, in dem die Verteilung gesetzlich eingeschränkt sein könnte. Personen, die dieses Dokument erhalten, sollten sich über derartige Beschränkungen informieren und diese einhalten.

Über die Autoren

Zugehörige Insights