Die drei Säulen des Multi-Asset Credit bei TwentyFour
TwentyFour
Die Multi-Asset-Credit-Strategie (MAC) von TwentyFour zielt darauf ab, die Renditen zu maximieren: Sie allokiert über ein breites Spektrum von Sektoren der globalen Anleihenmärkte hinweg und steuert dynamisch die aus ihrer Sicht optimale Mischung von Anleihen an, während sich die wirtschaftlichen Bedingungen im Verlauf des Marktzyklus ändern.
Die MAC-Strategie von TwentyFour konzentriert sich auf das liquidere Ende des Anleihenspektrums und ist dadurch täglich handelbar. Das ist aus unserer Sicht ein zentrales Unterscheidungsmerkmal gegenüber den vielen nur monatlich oder vierteljährlich handelbaren Strategien in diesem Segment, die tendenziell Engagements in weniger liquiden Anlagen wie Unternehmenskrediten und Private Credit bieten.
Im Folgenden erläutern wir, wie die Strategie diese Renditen mit einem Drei-Säulen-Ansatz anstrebt, der auf Ertrag (Income), Relative Value und differenziertes Alpha setzt.
1. Der Ertrag ist der Ausgangspunkt
Bei Anleihen war die Rendite bislang ein starker Indikator für die längerfristige Performance. Über die letzten 40 Jahre und viele unterschiedliche Marktzyklen hinweg war die Anfangsrendite stark mit der Gesamtrendite über einen fünfjährigen Anlagehorizont korreliert (siehe Grafik 1).
Deshalb ist es das primäre Ziel von TwentyFour MAC, jederzeit ein attraktives Ertragsniveau zu halten; das wichtige sekundäre Ziel besteht darin, Kapitalgewinne anzustreben, wo die Marktbedingungen dies zulassen.
Vereinfacht gesagt besteht der Ausgangspunkt darin, die Rendite des Portfolios so hoch wie möglich zu halten und zugleich Zahlungsausfälle zu vermeiden, damit das Portfolio diese Rendite auch längerfristig erzielt. Die Portfolio Manager versuchen, Zahlungsausfälle durch spezialisiertes Anleihen-Research und gezielte Einzeltitelauswahl zu vermeiden.
Wichtig ist: TwentyFour MAC setzt Derivate oder andere komplexe Absicherungsstrategien weder als Renditetreiber noch zur Dämpfung der Volatilität ein. Die Strategie ist long-only und folgt einem High-Conviction-Ansatz; sie sieht über kurzfristige Volatilität in Anleihensegmenten mit höherem Beta hinweg, um zu versuchen, die längerfristigen Renditen zu maximieren.
2. Relative Value wird über aktives Management angestrebt
Die globalen Anleihenmärkte bilden ein breites, vielfältiges Anlageuniversum, das das gesamte Risikospektrum abdeckt, von Unternehmens- und Finanzanleihen aus dem Investment-Grade-Segment (IG) über Hochzinsanleihen (High Yield, HY) bis hin zu komplexeren Anleiheninstrumenten wie Hybridanleihen von Unternehmen und Bankkapitalanleihen.
Die Renditen dieser Sektoren können von Jahr zu Jahr erheblich variieren (siehe Grafik 2). Das unterstreicht aus unserer Sicht einmal mehr, wie wichtig ein aktiver, flexibler Ansatz ist, um über das gesamte Chancenspektrum zu diversifizieren und die Portfolios bei sich wandelnden Bedingungen in attraktivere Marktbereiche umzuschichten.
TwentyFour MAC wird aktiv und ohne Beschränkungen verwaltet, ohne Bezug zu traditionellen Benchmarks. Dieser Ansatz erlaubt es den Portfolio Managern, ihre Allokation rasch auf andere Regionen, Länder und Sektoren zu verlagern, auf der Suche nach der aus ihrer Sicht optimalen Mischung von Anleihen im Bestreben, die Renditen über den gesamten Zyklus hinweg zu maximieren.
In der Praxis hat dieser Ansatz seit Auflegung der Strategie im November 2015 zu einer Reihe strategischer Allokationsverschiebungen geführt (siehe Grafik 3):
- Ein alternder Anleihenzyklus und ausgereizte Bewertungen veranlassten das Team, die Liquidität über höhere Barbestände und IG-Anleihen zu erhöhen.
- Durchgehend hohe Allokation in Banken, einschliesslich Additional-Tier-1-Anleihen (AT1), die einen Renditeaufschlag gegenüber anderen Anleihen boten.
- Nach der Anfangsphase der Covid-19-Krise wurden qualitativ hochwertige IG-Unternehmensanleihen aus nicht zyklischen Branchen mit guter Ergebnisvisibilität aufgenommen.
- Später im Jahr 2020 und Anfang 2021 wurde die Allokation in europäische Hochzinsanleihen (HY) erhöht, die aus Sicht des Teams mehr Wert boten als der US-Markt.
- Angesichts offener Fragen, wann und wie heftig der Anleihenzyklus enden könnte, wurde die Qualität des Anleihenportfolios schrittweise erhöht.
3. Differenziertes Alpha stammt aus Spezialsektoren
Um Anfangsrendite und Renditepotenzial zu erhöhen, hält TwentyFour MAC typischerweise nennenswerte Allokationen in spezielleren Bereichen der globalen Anleihenmärkte, etwa in AT1-Anleihen von Banken und in Collateralised Loan Obligations (CLOs).
Gerade diese Produkte erfordern aus unserer Sicht eine gründliche Due Diligence; wir stellen jedoch fest, dass sie oft ein attraktives Risiko-Rendite-Profil und eine Komplexitätsprämie gegenüber gängigeren Anleihensegmenten wie Hochzins-Unternehmensanleihen bieten (siehe Grafik 4).
TwentyFour ist seit der Entstehung des Marktes im Jahr 2013 ein prominenter Investor in AT1-Anleihen, und dank gesunder Fundamentaldaten des Bankensektors sieht das Team hier weiterhin überzeugende Relative-Value-Chancen. CLOs wiederum können hohe Renditen bieten und weisen historisch eine geringe Korrelation mit den breiteren Anleihenmärkten auf, was sie aus unserer Sicht zu einem attraktiven Diversifikator macht. Dedizierte Strategien für Asset-Backed Securities (ABS), die CLOs einschliessen, bilden einen wesentlichen Teil des Geschäfts von TwentyFour Asset Management, und das TwentyFour-MAC-Team arbeitet beim Auf- und Umbau seines CLO-Engagements eng mit dem erfahrenen ABS-Team des Hauses zusammen.
Die typischerweise höheren Allokationen von TwentyFour MAC in diesen Spezialsektoren dürften eine Quelle differenzierten Alphas gegenüber vergleichbaren Multi-Asset-Strategien mit traditionellerem Fokus sein.
Hohe risikobereinigte Renditen an den globalen Anleihenmärkten im Visier
Wie oben dargelegt, ist eine dynamische Allokation über ein breites Spektrum von Sektoren, einschliesslich speziellerer Märkte, aus unserer Sicht der Schlüssel, um an den globalen Anleihenmärkten hohe risikobereinigte Renditen zu erzielen.
Wichtig ist zudem: TwentyFour MAC verfügt zwar über eine Reihe von Absicherungsinstrumenten, um spezifische Marktrisiken zu mindern, doch Derivate werden nie als Renditetreiber eingesetzt; die Strategie ist long-only und dürfte sich «bond-like», also anleihentypisch, verhalten.
Der beschriebene Drei-Säulen-Ansatz ermöglicht es TwentyFour MAC, längerfristig Renditen über jenen von Hochzinsanleihen anzustreben, jedoch mit einem breiter diversifizierten Portfolio.
Wichtige Hinweise:
Die hierin zum Ausdruck gebrachten Markteinschätzungen geben die Ansichten von TwentyFour zum 9. Juli 2026 wieder, können sich ändern und werden eventuell nicht von anderen Mitgliedern der Vontobel-Gruppe geteilt. Die Analyse basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen zum oben genannten Datum, dient ausschliesslich Informationszwecken und ist nicht als Anlageberatung oder persönliche Empfehlung zu verstehen.
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