Investors’ Outlook: Ist das Warten auf Godot bald vorbei?

Multi Asset Boutique
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Auf etwas warten zu müssen, liegt den wenigsten. Unsere Experten der Multi Asset Boutique nehmen diesen Monat Bezug auf das Theaterstück «Warten auf Godot» von Samuel Beckett und dessen Lektion: Warten ist oft qualvoll und begleitet von Verwirrung und Verunsicherung. Die gute Nachricht unserer Experten ist, dass sie im Hinblick auf den nächsten Akt zuversichtlich sind.

  • Gut Ding will Weile haben, heisst es. Anleger, die bislang den Atem angehalten haben, könnten möglicherweise bald wieder ruhig atmen. Denn eine Zinserhöhungspause scheint in Sicht und die bislang schwer fassbare Rezession könnte bald eintreten. Auch dank der weiter sinkenden Inflation und der über Erwarten kräftigen Erholung der chinesischen Wirtschaft schöpften die Marktteilnehmer wieder Vertrauen.
  • Die meisterwartete und meistdiskutierte Rezession der Geschichte ist zwar wahrscheinlicher geworden. Doch die Anleger konnten sich auch lange darauf vorbereiten. Wir gehen davon aus, dass die Rezession von kurzer Dauer und nur schwach sein wird.
  • Das Abwarten an der Seitenlinie ist nun vorbei. Wir ändern unsere Strategie leicht, indem wir einen Teil der bislang zurückbehaltenen Liquidität umschichten zugunsten eines höheren Gewichts in Schwellenländeraktien. Denn diese Anlageklasse dürfte von einer gelockerten Geldpolitik, dem Wachstumsmotor China und einem schwächeren US-Dollar profitieren.
  • Attraktive Renditen ohne lange Wartezeit gefällig? Experten unserer TwentyFour Asset Management Boutique erläutern, welche Anlagechancen sie mit kurzfristigen Investment-Grade-Anleihen sehen.

Die Finanzmärkte wussten zuletzt ihre Widerstandskraft und eine Rückkehr zur Stabilität in Szene zu setzen. Die Volatilität vom März hatte die Anleger arg auf die Folter gespannt. Verwirrt und verunsichert harrten sie einer Erklärung dafür und eines hilfreichen Wegweisers. Ein unangenehmes Warten, ganz so wie das in unserem gemeinsamen Kulturbewusstsein verankerte «Warten auf Godot» von Samuel Beckett.

Könnte dieses Warten nun vorbei sein? Wir halten jedenfalls nicht mehr länger den Atem an, da immer mehr Signale darauf hindeuten, dass die Zinsanhebungen der Notenbanken bald zu Ende sind. Dank des kontinuierlichen Inflationsrückgangs und Chinas überraschend kräftiger Wirtschaftserholung schöpften auch die Anleger wieder Vertrauen.

Zwar ist die meisterwartete und meistdiskutierte Rezession der Geschichte wahrscheinlicher geworden, aber die Anleger konnten sich auch lange darauf vorbereiten. Wenn sie eintrifft, wird sie also kein Überraschungsbesucher sein. Wir gehen davon aus, dass sie auch nicht lange bleiben und nur schwach sein wird.

Im vorliegenden Investors’ Outlook zeigen wir auf, weshalb die Inflation in der Eurozone abnehmen sollte, was die überraschend gedrosselte Ölfördermenge mit sich bringen könnte und wohin sich der US-Dollar bewegen dürfte. Bei der Erläuterung unserer Asset Allocation legen wir dar, warum uns historisch hohe Unternehmensgewinnmargen veranlasst haben, einen Teil der bislang zurückbehaltenen Liquidität in Schwellenländer umzuschichten – einer Region mit tendenziell überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum. In unserem Fokusthema erläutern diesmal unsere Kollegen von TwentyFour Asset Management die Anlagechancen, welche sie im Anleihensegment kurzfristiger Investment-Grade-Papiere sehen.

Während das zweite Quartal voranschreitet, sind wir uns bewusst, dass die Anleger immer noch auf Godot warten, sei es in Form einer Zinserhöhungspause oder gar -kehrtwende der US-Notenbank Fed, sei es in Form einer Rezession oder in Form besserer Anlagechancen. Von uns aus kann Godot jetzt kommen. Wir halten uns an die Abmachung.

 

 

 

 

 

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