Towers und die Starlink-Bedrohung
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Der Markt scheint besorgt, dass SpaceX ohne Nutzung traditioneller Tower-Infrastruktur als vierter Mobilfunkanbieter auftreten könnte. Diese Sorge geht auf Kommentare des SpaceX-Managements1 zur Bereitstellung einer grossen Anzahl von Femtozellen zurück, statt Frequenzen auf Makro-Tower-Standorten einzusetzen oder über einen MVNO (Mobile Virtual Network Operator) mit einem Netzbetreiber zusammenzuarbeiten.
Eine femtozellenzentrierte Architektur würde jedoch Millionen von Knoten erfordern und damit erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Stromversorgung, Management und Abdeckung schaffen. Unserer Ansicht nach sind die Wirtschaftlichkeit und die operative Komplexität des Betriebs eines solchen Netzwerks im grossen Massstab weitgehend unerprobt.
Historische Beispiele für Versuche, die Abhängigkeit von Makronetzen in den USA zu verringern – insbesondere die Bemühungen der Firma Sprint, dies über Small Cells und häusliche Abdeckungslösungen zu erreichen – konnten das Makronetz letztlich nicht ersetzen. Wir glauben, dass Makro-Tower weiterhin die effizienteste Lösung für grossflächige Abdeckung und Kapazität darstellen, insbesondere in Vorstadt- und Stadtmärkten, in denen die Verkehrsdichte am höchsten ist.
Daher gehen wir davon aus, dass die künftige Abdeckung eher aus einem hybriden Modell entstehen dürfte, das Satelliten, terrestrische Frequenzen, Tower, Small Cells, Wi-Fi-Offloading und möglicherweise MVNO-Vereinbarungen kombiniert, statt die traditionelle Mobilfunkinfrastruktur vollständig zu umgehen.
Obwohl SpaceX angedeutet hat, eine terrestrische Mobilfunkkomponente aufbauen zu wollen, scheint sich die Strategie noch in einem frühen Stadium zu befinden, und es besteht weiterhin erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der endgültigen Netzarchitektur und des Geschäftsmodells.
Auswirkungen auf das langfristige Tower-Wachstum
Das wichtigste langfristige Risiko, das Starlink für Tower darstellt, ist indirekter Natur: Sollte das Unternehmen letztlich zu einem bedeutenden vierten Mobilfunkwettbewerber werden, könnte dies die Wirtschaftlichkeit der etablierten Anbieter unter Druck setzen und die künftige Leasingnachfrage moderat verringern.
Umgekehrt könnten viele Starlink-Szenarien für Tower Companies neutral bis positiv sein, da diese Szenarien zusätzliche terrestrische Infrastruktur, Frequenznutzung und Standortleasing erfordern.
Kurzfristig dürften die Fundamentaldaten von Tower Companies unseres Erachtens stärker durch die Investitionszyklen der Netzbetreiber, das Wachstum mobiler Datennutzung und künftige Frequenzbereitstellungen beeinflusst werden als durch das Risiko einer Substitution durch Satelliten.
Die grössere Herausforderung könnte derzeit die Unsicherheit selbst sein. Selbst wenn sich die Bedenken letztlich als unbegründet erweisen, dürften Investoren die Absichten von SpaceX weiter diskutieren, bis das Unternehmen mehr Klarheit über seine Mobilfunkstrategie schafft.
1. SpaceX Q2 2026 Earnings Call, August 4, 2026.